Von Anno bis Dato

  • 1737 erste Erwähnung zur Bebauung des Grundstückes im Eigentum von Daniel Fiedler
  • 1778 geht Haus und Hof in den Besitz von Joh. Gottfried Höppner, danach 1798 an Hanne Höppnerin
  • 1803 Übergang an Chr. Höppner, 1836 an Georg Agsten und schlußendlich 1845 an den Floßplatzverwalter Leberecht Franke
  • 1876 wird aktenkundig, dass der damalige Besitzer Karl Friedrich Frieden, den Antrag für den Umbau einer Scheune in eine Restauration stellte; dies wurde ihm, der vorher 19 Jahre lang als Flößer gearbeitet hatte, nur 14 Tage später genehmigt
  • Leider wurde ihm nach 3 Jahren Gastwirtsbetrieb der Umbau der Gebäude wohl zum finanziellen Verhängnis
  • 1878 kaufte Karl Friedrich Bauer das gesamte Grundstück für 20.000 Mark, nur vier Tage später, am 23.12. d.J. stellte er den Antrag auf Schankkonzession, die ihm am 09.01.1879 erteilt wurde; er blieb 27 Jahre lang Schankwirt. 1883 als auch 1901 wurden von ihm weiter Gasträume angebaut
  • 1906 verkaufte Bauer das gesamte Grundstück an Karl Herm. Richter, der zuvor Pächter der Restauration "Lohs" in Altenhain war, gleichfalls erhielt er die Schankkonzession, die nach seinem Tod, 15 Jahre später, also 1921, seiner Witwe Barbara übertragen wurde. Sie heiratet später Ernst Otto Kuhn, der als Geschäftsführer zur Bewirtschaftung der Restauration eingesetzt wurde
  • "Kuhn`s Restaurant" war geboren, das Gebäude, damals noch ein zweigeschossiges Haus, soll von herrlichen Spalierrosen berankt gewesen sein, so sagen es Überlieferungen
  • Auszug aus der Ortschronik Niederwiesa zum Volks- und Schulfest von 1927 "...8 Minuten vom Bahnhof entfernt, vorzügliche Küche, Biere und Weine, stets hausschlachtene Fleisch - und Wurstwaren...". Eine kleine Schlachterei und ein Kolonialwarenladen waren dem Restaurant angeschlossen, dieser wurde von Barbara Kuhn betrieben, es wird ebenfalls berichtet, daß über viele Jahre hier der Niederwiesaer Mundharmonikaverein verkehrte
  • ab 1934 gab es auf dem Grundstück einen Schiessstand, der nach Bauverzögerung durch Anwohnereinwände im Juli 1934 dennoch so genehmigt wurde... " Genehmigung für den Bau einer Schiesshalle mit Brustwehr, Anzeigerstand mit Kugelfang..."
  • Mai 1943 Schliessung der Gastwirtschaft und Schiessanlage bis Kriegsende, danach noch Bewirtschaftung der Gaststätte durch die Erben
  • 1943/44 Unterbringung britischer Kriegsgefangener im Wohnhaus
  • 1944/45 Unterbringung russischer Offiziere, ebenfalls als Kriegsgefangene
  • 1946 wurde im Unterstand des Schiessstandes eine Notwohnung eingebaut
  • 1956 verkauften die Eigentümer Frieda, verw. Mehnert und Kurt Richter das gesamte Grundstück an die "Gemeinde der Siebenten Tags Adventisten"; das ehemalige Wohnhaus wurde wegen Baufälligkeit abgerissen
  • 1957/58 Baugenehmigung zu umfänglichen Baumassnahmen u.a. einem Gemeindesaal
  • 1993 Kauf des gesamten Grundstückes, durch Familie Bösinger von der Adventistengemeinde. Sie waren bereits kurz nach der Wende Eigentümerin des Nachbargrundstückes geworden, welches aus Familienbesitz an sie veräussert wurde.
  • 2010 nach über 17 Jahren, indem das Gebäude erst als Büro für die Firma der Eigentümerfamilie genutzt wurde, dann zu Wohnhzwecken umgebaut und verkauft werden sollte, wobei sich jedoch kein geeigneter Interessent fand, der den historischen Charachter erhalten wollte, wurde das Objekt von der Eigentümerfamilie Bösinger in mühevoller Detailarbeit restauriert und umgebaut und am
  • 01.08.2010 als "Anno 1900" eröffnet; die Merheit der Dekorationsgegenstände im Anno 1900 stammen aus Familienbesitz 
Postkarten...Anno 1910 und 1924